Suchtmittelmisssbrauch

Die Rate der mit Alkoholvergiftung in Kliniken eingewiesenen Kinder und Jugendlichen ist signifikant gesunken.

Zielgruppen:

  • Eltern, Lehrer, Lehrausbilder, medizinisches Personal

Strategie:

  • Frühzeitige Intervention durch Information/Sensibilisierung von Eltern, Lehrern, Lehrausbildern, medizinischem Persona sowie durch die Förderung von Kooperation und Vernetzung

Maßnahmen:

  • Fachkräfte für Suchtprävention
    • Im Jahre 2008 bezogen sich 32% aller Maßnahmen der Thüringer Präventionsfachkräfte auf die Arbeit mit Risikogruppen (vgl. TKS).
  • Weitergehende Implementierung des HaLT Projektes (bestehend aus dem proaktiven und reaktiven Teil einschließlich der Ausbildung von Kooperationsnetzwerken), wobei die Ärzteschaft verstärkt eingebunden werden soll, insbesondere bzgl. der nachdrücklichen Bearbeitung zunehmender „Klinikeinweisungen wegen Alkoholvergiftungen von Jugendlichen“: Eisenberg, Ilmenau, Waltershausen (Ansprechpartner: Präventionsbüro impuls, Thüringer Präventionsfachkräfte, Ärzteschaft, Kliniken, TKS).
  • Umsetzung des Projektes Frühintervention erstauffälliger Alkoholkonsumenten FreDPLUS in Artern, Bad Salzungen, Eisenach, Eisenberg.
  • Umsetzung des Bundesmodellprojektes SKOLL - Selbstkontrolltraining in Leinefelde-Worbis.
  • Einbindung und Vernetzung der psychosozialen Dienste und medizinischen Einrichtungen im Rahmen der regionalen und überregionalen psychosozialen Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreise und Gremien wie TKG, TLS etc.

Perspektive/Geplante Maßnahmen:

  • Implementierung des HaLT-Ansatzes (reaktiver Baustein) in Thüringer Städten und Gemeinden in Kooperation mit Kliniken und Netzwerken d.h. Vorhalten von Gruppen-/Einzelangebote für betroffene Jugendliche und evtl. Überleitung in weitergehende Hilfen, Erfassung quantitativer und qualitativer Daten zum riskanten Alkoholkonsum (Präventionsbüro impuls)
  • Einrichtungsübergreifende Bemühungen, um ein verbindliches Nachhalten von Klinikeinweisungen durch Einbindung von Kooperationspartnern zu ermöglichen wie über den AK Netzwerk Suchtprävention Erfurt des Amtes für Soziales und Gesundheit in Kopperation mit Jugendamt und Polizei.
  • Vertiefende Umsetzung des Bundesmodellprojektes SKOLL Selbstkontrolltraining
  • Die Thüringer Schulen sind verpflichtet, ein Konzept zur Gesunderhaltung und gesunden Lebensweise zu erstellen. § 47 Thüringer Schulgesetz: „Die Schule hat durch geeignete Maßnahmen die Gesundheitserziehung zu unterstützen. Sie entwickelt ein umfassendes Konzept zur Gesunderhaltung und gesunden Lebensweise. Ein Schwerpunkt des Konzeptes ist die Prävention des Konsums von illegalen Drogen sowie von Tabak und Alkohol.
    Zur Unterstützung der Schulen befindet sich auf der Homepage des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur ein Rahmenkonzept, welches bei der Entwicklung eines schulinternen Konzeptes genutzt werden kann.